Gazprom

09.05.2017

Aufsichtsratskandidaten stellen sich vor

Der Wahlausschuss des FC Schalke 04 hat aus den Vereinsmitgliedern, die ihre Bewerbung frist- und formegerecht eingereicht hatten, vier Kandidaten zur Wahl zum Aufsichtsrat auf der Mitgliederversammlung am Sonntag, den 25. Juni 2017, zugelassen.

Die Kandidaten werden in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt und beantworten mit ihrem Statement die Frage „Angenommen, ich werde in den Aufsichtsrat gewählt, welche Wünsche und Ziele verbinde ich mit diesem Amt“.

Prof. Dr. Stefan Gesenhues

Geburtsdatum: 17.04.1954

Beruf: Mediziner, Geschäftsführender Direktor eines Forschungs- und Lehrinstituts

Mitglied seit: 2005

Die überhitzte Entwicklung im nationalen und internationalen Profifußball erfordert von den Aufsichtsratsmitgliedern zukunftsfähige intelligente Entscheidungen und Einleitung dringend notwendiger Veränderungsprozesse bzgl. Infrastruktur und Spielphilosophie. Klares strategisches Denken, der Umgang mit diffizilen komplexen Konzepten und Zahlen und die Personalentwicklung von Spitzenkräften gehören auch beruflich zu meinen täglichen Aufgaben.

Im Wettlauf mit den Neureichen des Fußballs können wir insbesondere auch bei unserer dauerhaft angespannten wirtschaftlichen Situation nur bestehen, wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen und endlich auf dem Boden unserer Leitkultur eine nachhaltige Vereinskonzeption entwickeln, damit wir nicht mit jedem neuen Trainer und Manager wieder von vorn beginnen müssen.

Ich verbinde damit nicht nur den weiteren Ausbau der Knappenschmiede und eine Neuausrichtung des Scoutings, sondern auch ein Schalke-spezifisches Anschluss- Förderprogramm junger talentierter Spieler zur sportlichen und charakterlichen Reifung unabhängig von Spielerberaterinteressen.

Das stärkste Element dieses Vereins ist seine einzigartige Fankultur, die mich auch in dieser Saison vor allem bei den vielen Auswärtsspielen wieder zutiefst beeindruckt hat. Jeder Versuch, die Basisdemokratie in unserem Club abzuschaffen, ist ein potentieller Angriff auf die Existenz von Schalke 04. Ohne die Fans ist unser Verein wertlos. Nur die Fans machen das Spiel zu einem Ereignis, ohne sie existiert Schalke 04 nicht mehr.  Fanorientierung ist für mich der eigentliche Sinn dieses Vereins und die Mitgliederversammlung das wichtigste Gremium auf Schalke. Ohne ein starkes Schalke 04 wäre die Bundesliga um sehr Vieles ärmer.

Axel Hefer

Geburtsdatum: 07.06.1977

Beruf: Geschäftsführer/Vorstand Finanzen

Mitglied seit: 1994

Der FC Schalke 04 muss weiterhin ein nachhaltig erfolgreicher Verein sein. Dabei dürfen wir niemals vergessen, wer wir sind: ein tief in der Region verwurzelter Arbeiterverein, der seit Generationen fester Familienbestandteil für viele von uns ist.
 
Zwischen Professionalität und Tradition müssen wir unseren eigenen Weg finden, einen Weg, der die Werte und die Tradition des FC Schalke 04 wahrt, einen Weg, der die herausragende Jugendarbeit erhält und es uns erlaubt, mit den Kapitalgesellschaften an der Tabellenspitze zu konkurrieren.
 
Der stark verbesserte Umgang mit den Boulevard-Medien wird uns helfen, den Verein mit mehr Ruhe zu führen.
 
Wir sind aber längst noch nicht am Ziel: Die ablaufende Saison war sportlich sehr enttäuschend. Die zeitweise Abschaffung der Stehplatz-Tageskarten, Probleme bei den Zugangskontrollen und im Ticketshop zeigen, dass wir für unsere Mitglieder noch besser werden müssen.
 
Als Aufsichtsratsmitglied habe ich mich bisher für diesen Weg und eine Professionalisierung eingesetzt. Das möchte ich auch in Zukunft tun - für unseren Verein!

Uwe Kemmer

Geburtsdatum: 15.07.1964

Beruf: Geschäftsführer

Mitglied seit: 2005

Als einer der letzten eingetragenen Vereine in der 1. Liga haben wir uns unsere Unabhängigkeit bewahren können. Damit das so bleibt, brauchen wir einen Aufsichtsrat, der professionell und diskret im Hintergrund wirkt und den Vorstand im Rahmen seiner satzungsgemäßen Aufgaben unterstützt, aber auch kontrolliert.

Als Unternehmer und jahrelanges Mitglied des Aufsichtsrates bin ich ein unabhängiger, kritischer und kompetenter Mitstreiter für die Weiterentwicklung unseres Vereins. Es geht um Sachthemen und Schalke 04. Persönliche Differenzen dürfen in diesem Gremium keinen Platz haben.

Die wichtigste Abteilung unseres Vereins ist sicherlich die Lizenzspielerabteilung. Aber Herz und Seele von Schalke 04 ist die Nachwuchsabteilung, die unter dem Namen „Knappenschmiede“ mittlerweile weit über die Grenzen unseres Landes bekannt ist. Der Knappenschmiede galt bereits während meiner ersten Amtszeit von 2009 bis 2015 mein besonderes Engagement. Da wichtige Mitarbeitern der Knappenschmiede mir vertrauen und mich sogar zur Kandidatur ermutigten, möchte ich mich auch zukünftig ganz besonders für deren Interessen einsetzen.    

Unseren Verein müssen wir so aufstellen, dass die bei uns ausgebildeten Toptalente bei uns gute Perspektiven haben und Ihre Karrieren möglichst lange auf Schalke stattfinden. Wenn wir das schaffen, werden wir alle anderen Ziele auch erreichen.

Dr. Armin Langhorst

Geburtsdatum: 14.07.1946

Beruf: Facharzt für Chirurgie im Ruhestand

Mitglied seit: 1993

Mein Name ist Dr. med. Armin Langhorst, ich bin 70 Jahre alt, geboren in Oberhausen, verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und zweifacher Großvater.

Meine Schalke-Historie beginnt 1958, als ich mit meinem Vater die letzte deutsche Fußballmeisterschaft unseres Clubs live in Hannover miterleben durfte. Seitdem bin ich Fan des FC Schalke 04. Immer war es mein Wunsch, einmal für diesen Club in irgendeiner Weise tätig werden zu dürfen. Im Frühjahr 1990 ist dieser Wunsch in Erfüllung gegangen, als ich die Tätigkeit als Vereinsarzt aufgenommen habe, die ich mit kurzer Unterbrechung dann bis zum Ende der Saison 1998/99 hauptverantwortlich ausgeübt habe. Mit meiner Wahl in den Aufsichtsrat 2011 wurde dann ein weiterer Schritt vollzogen, heute bewerbe ich mich um eine weitere Amtszeit.

Der Gewinn des UEFA-Pokals 1997, den ich als Mannschaftsarzt miterleben durfte, hat in unserem Club eine gigantische Entwicklung eingeleitet, sowohl sportlich als auch wirtschaftlich. Dies muss fortgesetzt werden, und zwar als e.V. und unter intensiver Wahrnehmung unserer sozialen Verpflichtung. In den kommenden Jahren wird es unsere Aufgabe sein, die Infrastruktur dem aktuellen Gesamtniveau anzupassen, indem wir unserer Knappenschmiede ein adäquates Zuhause schaffen, um durch die geplanten Maßnahmen die Identifikation der jungen Spieler mit dem Verein zu fördern und die Arbeitsbedingungen für alle zu verbessern.

Daran möchte ich sehr gern auch weiterhin aktiv mitarbeiten.