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25.06.2017

Peter Peters: S04 hat verlässliche Einnahmequellen

Rekord eingestellt. Erneut schreibt der FC Schalke 04 das erfolgreichste Jahr der königsblauen Geschichte. Finanzvorstand Peter Peters hat auf der Mitgliederversammlung am Sonntag (25.6.) die wirtschaftliche Kraft des eingetragenen Vereins Schalke 04 betont. schalke04.de hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Peter Peters über …

… Rückblenden und Rekorde:

In dem Jahr, in dem wir den größten Erfolg unserer Vereinsgeschichte feierten und den UEFA-Cup holten, hat Schalke 04 umgerechnet rund 40 Millionen Euro Umsatz gemacht. Das klingt gar nicht so schlecht, ist aber kein Vergleich zu heute. Im vergangenen Jahr haben wir 265,1 Millionen Euro erreicht. Das ist erneuter Vereinsrekord. Gleiches gilt für unseren Gewinn. Diesen konnten wir um 6,6 Millionen Euro auf 29,1 Millionen Euro erhöhen. Der S04 hat den Umsatz also mehr als versechsfacht und schreibt schwarze Zahlen. Tolle Zahlen, auf denen wir uns aber nicht ausruhen dürfen.

Unsere Finanzverbindlichkeiten befinden sich mit 129,7 Millionen auf dem niedrigsten Stand seit über zehn Jahren. Innerhalb der vergangenen sechs Jahre haben wir plangemäß rund 116 Millionen Euro an die Banken und Financiers zurückgezahlt. Das sind gemäß unserer Strategie circa 20 Millionen Euro pro Jahr. Dafür haben wir eben keine Anteile oder Rechte verkauft und keine Investoren ins Boot geholt. Wir sind und bleiben Herr im eigenen Haus. Unabhängigkeit ist ein wertvolles Gut.

… die Schlagkraft im Fußball-Geschäft:

Ich weiß, dass viele Angst vor einer Abwärtsspirale haben, wie sie andere Vereine durchlaufen haben. Als Finanzvorstand betone ich: Der FC Schalke 04 ist ein starker Club. Er hat ein außergewöhnlich starkes wirtschaftliches Fundament, und deshalb er auch für die kommende Spielzeit die Lizenz für die Bundesliga ohne Auflagen und Bedingungen erhalten. Dass wir eine Spielzeit ohne Europa finanziell gut verkraften können, ist das Ergebnis der vergangenen 20 Jahre, in denen wir verlässliche Einnahmequellen geschaffen haben: unsere VELTINS-Arena, unsere treuen Partner und Sponsoren, unsere Transfererlöse. Mit dieser herausragenden Ertragskraft muss es unser Anspruch sein, in der kommenden Saison wieder im oberen Drittel mitzuspielen. Nichts anderes verdient unser FC Schalke 04.

… Mehr Schalke als je zuvor:

Die Mitglieder sind die starken Säulen unseres lebendigen Vereins. In der kommenden Saison starten wir ein neues Mitgliederprogramm. Wir wollen zeigen, dass jedes einzelne Mitglied für unseren FC Schalke 04 enorm wichtig ist. Auf Schalke können Mitglieder mitbestimmen. Das nehmen wir nicht nur auf der Mitgliederversammlung wörtlich. Demnächst können Mitglieder zusätzlich darüber abstimmen, für welche Projekte die Beiträge verwendet werden: Schaffen wir für die Blindenreporter eine bessere Ausrüstung an? Organisieren wir ein Trainingslager für benachteiligte Kinder in einer Breitensport-Abteilung? Wir wollen noch transparenter machen, was mit den Beiträgen geschieht. Die Mitglieder sollen wissen, dass wir sie für gemeinnützige Zwecke verwenden. Und sie nicht – wie immer wieder angenommen wird – in Spielergehälter oder Beraterhonorare stecken.

Für mich, für uns alle ist Schalke eine Herzensangelegenheit. Denn die Mitglieder verdienen mehr Mitbestimmung und noch mehr Wertschätzung! Kurz gesagt: Mehr Schalke als je zuvor.

... die Verkörperung von Maloche:

Weil sich der UEFA-Cup-Sieg zum 20. Mal und unser Double-Sieg aus Meisterschaft und Pokal zum 80. Mal jährt, schlägt der Vorstand zwei Schalker für die Ehrenkabine vor. Zwei Schalker, die stellvertretend für diese Meilensteine unserer Historie stehen. Zwei Schalker, die unsere Tugenden verkörpern. Einer, der sich in unserer Geschichte mit Malochen, mit Zusammenhalt, mit Mut und Ausdauer auskannte, war Fritz Unkel. Unserem ehemaligen Vorsitzenden haben wir das Fundament zu verdanken, auf dem unser Verein so groß werden konnte, wie er heute ist. Ohne Unkel – keine Glückauf-Kampfbahn. Ohne Unkel – kein Szepan und kein Kuzorra. Ohne Unkel – keine sechs Deutschen Meisterschaften und auch kein Double-Sieg.

Mike Büskens war 1997 der Inbegriff des Malochens auf dem Platz. Er war der Motor, der Antrieb für das gesamte Team der Eurofighter. Wir im Ruhrgebiet kennen so viele Wörter fürs Arbeiten: malochen, schuften, placken, reinhauen. Und 1997 kam ein neuer Begriff hinzu: Büskens.

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