Gazprom

13.07.2017

Amine Harit: S04 war von Anfang an mein Wunschziel

Mehrere Vereine wollten Amine Harit im Sommer vom FC Nantes verpflichten. Der Franzose entschied sich dabei früh für die Königsblauen. Im Interview mit schalke04.de spricht der 20-Jährige über seinen Wechsel, seine Spielweise, sein Vorbild und den Traum von der Nationalelf.

Amine, herzlich willkommen auf Schalke.

Vielen Dank. Ich bin wirklich sehr glücklich, hier zu sein. Die ersten Tage und Eindrücke waren sehr positiv. Der Verein ist sehr gut organisiert, das Stadion ist fantastisch und meine Mitspieler sowie die Mitarbeiter rund um das Team sind sehr nett.

Gleich mehrere Vereine wollten dich verpflichten. Warum hast du dich für den FC Schalke 04 entschieden?

Mein Vater und ich hatten tolle Gespräche mit Christian Heidel. Er und auch die anderen Verantwortlichen haben mich begeistert und überzeugt, dass es der richtige Schritt für mich ist. Ich hatte auch Anfragen aus England, aber Schalke war von Anfang an mein Wunschziel. Viele große Spieler haben bereits das Trikot dieses Vereins getragen. In der jüngeren Vergangenheit zum Beispiel Raul oder auch Klaas-Jan Huntelaar.

Wo spielst du am liebsten?

Meine bevorzugte Position ist die offensive Rolle in der Mitte. Ich kann aber auch über Außen kommen. Ich spiele dort, wo der Trainer mich aufstellt und ich meinem Team am besten helfen kann. Ich liebe es, ins Eins-gegen-eins zu gehen und meine Mitspieler gut in Szene zu setzen.

Copyright: Wolfgang Helm

In den ersten Einheiten auf Schalke war bereits zu sehen, dass du über eine sehr gute Technik verfügst. Hast du in deiner Jugend ein spezielles Trainingsprogramm absolviert?

Ich habe fast jede freie Minute auf dem Bolzplatz verbracht. Zudem habe ich mir viele, viele Videos von großen Spielern auf YouTube angeguckt und mir ihre Tricks abgeschaut. Ein bisschen Talent gehört natürlich auch dazu.

Hast du ein Vorbild gehabt?

Ronaldinho hat mir immer sehr imponiert. Seine Spielweise war großartig. Um einmal sein Niveau erreichen zu können, liegt noch sehr, sehr viel Arbeit vor mir. Mein Ziel ist es, mich jeden Tag zu verbessern.

Welche Ziele hast du mit deiner Mannschaft?

Schalke ist ein großer Verein. Mein großer Wunsch ist es, in der kommenden Saison mit meinem Team an einem internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Wir haben eine gute Mannschaft, die hungrig auf Erfolg ist.

Wie hast du die Bundesliga in Frankreich wahrgenommen?

In der Ligue 1 gibt es seit einigen Jahren zwei oder drei Mannschaften, die ganz vorne mitspielen. Der Abstand nach hinten war zuletzt stets riesengroß. In der Bundesliga ist es anders. Sie ist ausgeglichener, viele Teams haben ein sehr hohes Niveau. Besonders freue ich mich schon auf das Derby. Die Wichtigkeit dieses Spiels ist mir bewusst. Ich habe schon sehr viel von diesen Duellen gehört. Jetzt darf ich sie selbst erleben.

Du bist im vergangenen Jahr mit der französischen U19 Europameister geworden, zuletzt warst du mit der U20 bei der Weltmeisterschaft in Südkorea am Ball. Träumst du davon, bald auch für die ‚Equipe Tricolore‘ aufzulaufen?

Ich denke, jeder Fußballer träumt davon, für sein Heimatland zu spielen. Frankreich hat gerade eine sehr gute Generation, viele junge Spieler verfügen über außergewöhnliche Qualitäten. Ich muss erst einmal im Verein meine Leistungen bringen. Wenn ich gute spiele, kann ich mich für das Nationalteam empfehlen.

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