Gazprom

26.07.2017

Zwei Comebacks beim 1:0 gegen Neftchi Baku

Der FC Schalke 04 hat sein Testspiel gegen Neftchi Baku am Mittwoch (26.7.) dank eines Treffers von Bernard Tekpetey mit 1:0 für sich entschieden. Vor rund 1000 Zuschauern im österreichischen Neukirchen am Großvenediger feierte Breel Embolo nach mehr als neunmonatiger Verletzungspause im Verlauf der zweiten Halbzeit sein Comeback. Auch Benedikt Höwedes konnte nach seiner Leistenoperation erstmals wieder spielen.

Gegen den achtfachen aserbaidschanischen Meister kamen die drei U21-Europameister Thilo Kehrer, Max Meyer und Felix Platte, die am Morgen des Spieltags erst wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen waren, noch nicht zum Einsatz. Gleiches galt für Leon Goretzka. Der Confed-Cup-Sieger hat sich in der ersten Einheit in Mittersill einen kleinen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und wird einige Tage pausieren. Kurz vor dem Anpfiff musste zudem Yevhen Konoplyanka passen. Der Ukrainer klagte über Rückenbeschwerden.

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Der Platz in der Wildkogel-Arena war alles andere als einfach bespielbar. Durch den Dauerregen, der bereits Stunden vor dem Anpfiff eingesetzt hatte, kamen Flachpässe manchmal gar nicht oder nur verlangsamt an. So half beim Kreieren von Chancen teilweise der Zufall. Wie beispielsweise in der siebten Minute, als der sehr spielfreudige Bernard Tekpetey abschloss, nachdem die Kugel in einer Pfütze im Sechzehner liegen geblieben war und Bakus Keeper den Stand verloren hatte. Der Versuch des Angreifers fand den Weg dann aber ebenso wie der Nachschuss von Nabil Bentaleb nicht ins Tor.

Schalke war in der Folgezeit weiterhin das dominantere Team und kam durch Bentaleb, der in der elften Minute nach einem Zuspiel von Matija Nastasic ebenso wie vier Zeigerumdrehungen später auch Franco Di Santo an Selahat Agayev scheiterte, zu weiteren Möglichkeiten. Überdies parierte Bakus Schlussmann einen Schuss von Tekpetey aus der zweiten Reihe (23.). Wenig später war er dann allerdings machtlos. Torschütze zum 1:0 in der 27. Minute war Tekpetey, der nach einem Zuspiel von Fabian Reese nach zwei gekonnten Haken vor dem Kasten aus kurzer Distanz eiskalt vollendete. Ralf Fährmann musste im ersten Durchgang hingegen kaum eingreifen. Der Torhüter wurde von Bakus Offensivabteilung einzig kurz vor dem Pausenpfiff mit einem ruhenden Ball aus dem linken Halbfeld einmal gefordert.

Schalke: Fährmann (46. Nübel) – Insua (67. Höwedes), Naldo (46. Stambouli), Nastasic (46. Uchida) - Coke (46. Harit), Bentaleb (46. McKennie), Geis (46. Hemmerich), Oczipka (46. Caligiuri) - Reese (62. Embolo), Di Santo (46. Burgstaller), Tekpetey
Baku: Agayev - Mirzabekov (62. Rahman), Dreksa (70. Mammadov), Petrov, Abishov - Isayev (70. Edson), Jahangirov - Jafarov (46. Muradbayli), Segovia (46. Bargas), Aleskerov (70. Buludov) - Herrera (70. Abbasov)
Tor: 1:0 Tekpetey (27.)
Schiedsrichter: Hochstaffel (Bramberg)
Zuschauer: 1000

Chef-Trainer Domenico Tedesco brachte zu Beginn des zweiten Durchgangs acht frische Spieler in die Partie. Lediglich Pablo Insua sowie Reese und Tekpetey, die an der Entstehung des Treffers direkt beteiligt waren, blieben auf dem Feld. Neftchi agierte nach dem Seitenwechsel offensiver als zuvor. Die erste Möglichkeit hatte Ruslan Abishov, dessen Versuch Insua aber blocken konnte (51.). Auf Schalker Seite sorgte Reese für ein Raunen. Denn eine Flanke des Youngsters von der rechten Seite senkte sich nach einer Stunde Spielzeit gefährlich und landete auf der Latte.

In der 62. Minute gab es dann einen großen Moment. Nach mehr als neunmonatiger Zwangspause feierte Breel Embolo sein Comeback. Der Schweizer Nationalspieler hatte sich am 15. Oktober 2016 im Spiel beim FC Augsburg schwer verletzt und seither für seine Rückkehr auf den Platz geschuftet. Auch Benedikt Höwedes kam wenig später wieder zum Einsatz. Der Weltmeister hatte sich nach dem 33. Spieltag der Vorsaison einer Leistenoperation unterzogen.

Beide Mannschaften taten sich mit zunehmender Spielzeit immer schwerer, auf dem tiefen Boden weitere Chancen herauszuspielen. Dementsprechend waren beide Torhüter bis zum Schlusspfiff kaum noch gefordert. Die beste Möglichkeit Bakus resultierte aus einem ruhenden Ball. Hajiyev Rahman setzte einen Freistoß aus 23 Metern aber etwas zu hoch an, sodass die Kugel über den Querbalken flog (77.). Bei den Königsblauen hatte Tekpetey, der als einziger Akteur über die volle Distanz zum Einsatz kam, noch eine Chance. Der Schuss des Stürmers aus 19 Metern wurde nach 79 Minuten aber noch entscheidend abgefälscht und landete neben dem Kasten, sodass es bis zum Abpfiff beim 1:0 blieb.

Der zweite Test während des Aufenthalts in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern steigt Sonntag am (30.7.) gegen SD Eibar aus der spanischen Primera Division. Anstoß ist um 17.30 Uhr im Waldstadion in Mittersill.

Tags: Neftchi Baku