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17.08.2017

RB Leipzig: Gewappnet für neue Herausforderungen

„Es wird nicht ganz so leicht, die vergangene Saison zu toppen“, blickt Ralph Hasenhüttl auf eine Spielzeit der Superlative zurück. Sie endete für RasenBallsport Leipzig mit der Qualifikation für die Königsklasse des europäischen Fußballs. Nun erwartet den Trainer und sein Team ein Jahr voller Herausforderungen. Der Vizemeister sieht sich gewappnet.

Am 18. November 2016, gerade einmal siebeneinhalb Jahre nach der Gründung, war der Verein an der Spitze des deutschen Fußballs angekommen. Mit offensivem Pressing und rasantem Umschaltspiel stürmten die Sachsen am elften Spieltag als Aufsteiger auf Tabellenplatz eins. Am Ende einer Saison, in der zahlreiche Aufsteigerrekorde einen neuen Inhaber fanden, stand die souveräne Vizemeisterschaft.

Auf die endgültige Starterlaubnis für die Champions League musste der von der Red Bull GmbH gegründete Verein jedoch auch nach dem Saisonende noch warten. Um die Integrität des Wettbewerbs nicht zu gefährden, überprüfte die UEFA die Verbindung zu RB Salzburg, das ebenfalls vom österreichischen Konzerngründer Dietrich Mateschitz übernommen wurde. Da der Verband beide Clubs für formell ausreichend entflochten hält, erteilte er Mitte Juni die Teilnahmeberechtigung.

Wir haben 20 Spieler, die für eine Startelf-Position in Frage kommen.

Ralph Hasenhüttl

So warten nun zahlreiche internationale Reisen und Englische Wochen auf die Roten Bullen. „Es wird eine schwere Saison, weil die Doppelbelastung Neuland ist“, weiß Hasenhüttl bei aller Vorfreude auch um die Herausforderung. An der laufintensiven Spielweise möchte der Österreicher dennoch festhalten: „Wir wollen uns selbst beweisen, dass wir trotzdem den Fußball spielen können, für den wir stehen.“

Umso wichtiger, dass es Sportdirektor Ralf Rangnick gelang, die zwei umworbenen Leistungsträger der Vorsaison, Naby Keita und Emil Forsberg, zu halten. Zudem lotste der ehemalige Trainer der Königsblauen - getreu der RB-Philosophie - vielversprechende U23-Talente nach Leipzig. Neben den Verpflichtungen von Ibrahima Konate (FC Sochaux), Konrad Leimer (RB Salzburg) und Bruma (Galatasaray Istanbul) sticht vor allem der Transfer von Jean-Kevin Augustin hervor. Der französische U20-Nationalstürmer, der 2016 zusammen mit Amine Harit U19-Europameister wurde, kam von Paris St. Germain.

„Ich glaube ganz ehrlich, dass wir 20 Spieler haben, die tatsächlich für eine Startelf-Position in Frage kommen“, sieht Rangnick den Kader breit genug aufgestellt. Dennoch begegnet er dem nach einem ungeschriebenen Gesetz schwierigen zweiten Bundesliga-Jahr mit Demut: „Es geht primär nicht um Zielformulierung, sondern um die Weiterentwicklung der Spielweise. Dann kommen die Ergebnisse automatisch.“ Sein Trainer pflichtet ihm bei: „Ich weiß noch nicht, was sich am Ende als Erfolg anfühlen wird. Ich wünsche mir eine sorgenfreie Saison.“

Ohne Sorgen überstand Leipzig immerhin schon mal die erste Runde im DFB-Pokal. Beim Sechstligisten Sportfreunde Dorfmerkingen gelang dem Vizemeister ein ungefährdeter 5:0-Erfolg. Damit hat RB die Vorsaison in einem Punkt bereits jetzt getoppt: Im letzten Jahr scheiterte der Club in Runde eins.

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