Gazprom

19.09.2017

Leon Goretzka: Sehr unglücklicher Spielverlauf

Bei einer 0:3-Niederlage gegen die Bayern sollte man eigentlich von klaren Verhältnissen sprechen. Allerdings war am Dienstagabend (19.9.) für die Königsblauen gegen den Meister deutlich mehr drin. schalke04.de hat die Stimmen zum Spiel notiert.

Leon Goretzka:

Es ist ganz einfach: Uns hat ein Tor gefehlt. Wir hatten vor dem Elfmeter eine Riesenchance, davor auch schon die eine oder andere gute Gelegenheit. In so einem Moment muss man einfach das Tor machen, dann bebt die ganze Arena. Der Treffer ist uns leider nicht gelungen, auch wenn wir es gut gemacht haben. Am Ende steht es 0:3. Da kann jeder sagen, dass es eindeutig war. Aber wenn wir im richtigen Moment getroffen hätten, wäre viel mehr drin gewesen. Der Spielverlauf war einfach sehr unglücklich. Deswegen bin ich sehr enttäuscht. Wir wussten vorher, dass die Bayern eine sehr große individuelle Klasse haben. Trotzdem hatten wir sehr viele gute Torchancen. Nach dem dritten Tor war die Partie dann natürlich entschieden.

Ralf Fährmann:

Definitiv muss man über das erste Tor der Bayern sprechen. Allerdings möchte ich unsere Niederlage nicht an diesem Treffer festmachen, das darf nicht falsch verstanden werden. Ich habe mich in der Situation sehr aufgeregt, da uns auf den Schiedsrichter-Schulungen vor der Saison exakt solche Situation gezeigt und erklärt wurden. Da heißt es dann: Kein Elfmeter, wenn der Ball vom eigenen Körper an die Hand prallt. Und somit kann man Naldo keinen Vorwurf machen. Man kann an dieser Stelle eine Parallele ziehen zu einer vergleichbaren Situation in Hannover, als ein Abwehrspieler den Ball ebenfalls an die Hand bekommt. Dort gab es nach Videobeweis keinen Elfmeter für uns. Im Nachhinein gab es auch keinerlei Proteste von uns - weil die Entscheidung nämlich laut Schulungen richtig war. In solch einem Spiel wie gegen die Bayern entscheiden Kleinigkeiten, deshalb frustriert das extrem.

Weston McKennie:

Ich war schon etwas nervös, als der Trainer die Aufstellung herausgeholt hat. Aber ich wollte einfach rausgehen und mein Bestes geben. Leider haben wir nicht das Ergebnis erzielt, das wir uns erhofft haben. Wir wollten hoch verteidigen und Bayern früh stören. Das hat am Anfang gut geklappt. Dass Bayern sich aus den Pressing-Situationen manchmal befreien kann, passiert. Wir haben als Mannschaft alles reingeworfen. Sicherlich werde ich das Spiel in Erinnerung behalten. Aber vielleicht nicht unbedingt das Ergebnis.

Christian Heidel:

Wir haben immer gesagt, dass es schwierig wird, wenn Bayern einen guten Tag erwischt. Das muss man neidlos anerkennen. Trotzdem haben die Jungs bis zum Schluss alles versucht. Die zwei Tore kamen für uns zu schnell, wobei wir in der zweiten Halbzeit durchaus die Chance hatten, den Anschlusstreffer zu erzielen. Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Bayern. Die einhellige Meinung ist, dass es vor dem 1:0 ein klarer Elfmeter war. Ich kann dazu nur sagen, dass ich vor zwei Wochen auf der Managertagung war. Da wurde die gleiche Szene aus unserem Spiel gegen Hannover gezeigt. Und da haben wir gehört, warum es kein Elfmeter war. Für mich ist es eigentlich auch ein Handspiel. Aber dann muss es überall eins sein.