Gazprom

29.09.2017

Leon Goretzka: Haben viele Freistöße trainiert

In den Katakomben der VELTINS-Arena war schalke04.de nach dem Abpfiff gegen Bayer Leverkusen bei Leon Goretzka, Bastian Oczipka und Naldo auf Stimmenfang.

Leon Goretzka:

Mein Treffer zum 1:0 war die Belohnung für die Arbeit an den vergangenen Tagen, an denen wir viele Freistöße trainiert haben. Es war aber mehr drin als ein am Ende das 1:1. Trotzdem haben wir wieder eine gute Leistung gezeigt und zumindest den Ergebnistrend nach zwei den Niederlagen gegen die Bayern und Hoffenheim gestoppt. Ich sehe eine stetige Entwicklung unserer Mannschaft und bin überzeugt davon, dass wir schon bald wieder dreifach punkten. Wenn ich in der 55. Minute den Ball nicht in die Nordkurve jage, sondern ins Tor, gehen wir höchstwahrscheinlich als Sieger vom Feld. Das ärgert mich noch immer - zumal der Ausgleich aus einem abgefälschten Schuss resultierte.

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Bastian Oczipka:

Unsere Spielanlage wird von Woche zu Woche besser. Aber es fehlt häufig noch der letzte Pass, sodass wir uns nicht belohnen. In einigen Situationen waren wir noch zu hektisch. Das Unentschieden geht letztlich aber in Ordnung, auch wenn wir uns im Vorfeld natürlich mehr ausgerechnet hatten. Die Chancen zum Sieg waren da. Leon Goretzka hatte kurz vor dem Ausgleich zum Beispiel eine gute Möglichkeit, um auf 2:0 zu erhöhen. Zudem hätten wir in der 72. Minute vielleicht einen Elfmeter bekommen können. Wir müssen und werden weiter hart arbeiten, um nach der Länderspielpause wieder einen Sieg einzufahren.

Naldo:

Wir haben uns nach der 1:0-Führung zu weit zurückgezogen. Das müssen wir als Team noch verinnerlichen. Es kann nicht sein, dass wir in diesen Situationen zu passiv agieren. Andere Spitzenteams spielen auch nach deutlicheren Führungen weiter nach vorne. Das ist zu naiv von uns. Nach Leons Tor war das gut von uns, leider konnten wir das nach der Pause nicht halten. Wir befinden uns nach wie vor in einem Lernprozess, hätten heute gerne die drei Punkte hier behalten. Aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Unentschieden in Ordnung. Zehn Punkte aus sieben Spielen sind ausbaufähig. In der Länderspielpause müssen wir uns diese Gewinnermentalität wieder zurückerkämpfen und bestmöglich auf Hertha BSC vorbereiten. Die Szene vor dem Freistoß war etwas skurril. Es standen einige Spieler bereit. Kono und Leon waren die beiden Kandidaten. Da Leon in der Woche schon einige gute Dinger aufs Tor gebracht hat, habe ich gesagt, dass er antreten soll. Ich freue mich für ihn, dass er den Ball reingemacht hat. Man sieht, welche Bedeutung Standardsituationen in solch engen Partien haben. Deshalb sollten wir weiter daran feilen und sie trainieren.