Gazprom

11.10.2017

Bastian Oczipka: Baby oder Berlin

Nur die Partie bei 1899 Hoffenheim verpasste er aufgrund eines Infekts, alle anderen Pflichtspiele absolvierte Bastian Oczipka über die volle Distanz. Ob er auch im Spiel bei Hertha BSC mitwirken kann, steht dagegen noch nicht fest. Der Grund ist allerdings überaus erfreulich.

Die Länderspielpause ist vorbei, der Trainingsplatz füllt sich wieder und die Anspannung vor dem nächsten Bundesligaspiel steigt. Auch bei Oczipka, der der Partie bei Hertha BSC am Samstag (14.10.) eine besondere Bedeutung beimisst: „Wir haben vor der Länderspielpause nicht so gepunktet wie erwartet. Deshalb wird es ein sehr wichtiges Spiel. Trotzdem müssen wir mit einem kühlen Kopf dorthin fahren.”

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Der wird nötig sein, um die Anweisungen von Domenico Tedesco und seinem Team gut umsetzen zu können. „Wenn die Nationalspieler zurück sind, wird der Trainer uns genau auf den Gegner einstellen. Jedes Team hat seine eigene Spielweise und seine Stärken, sei es der Ballbesitzfußball, das Flügelspiel oder das Lauern auf Konter”, erklärt Oczipka. Der Linksfuß betont jedoch auch, „dass wir uns nicht zu sehr auf den Gegner einstellen, sondern auch unsere eigenen Stärken einbringen wollen.” Der Coach werde seiner Mannschaft ein paar Punkte an die Hand geben. „Und wenn wir diese umsetzen, haben wir ganz gute Chancen zu gewinnen”, ist sich der gebürtige Bergisch-Gladbacher sicher.

Einfach werde die Aufgabe in der Hauptstadt jedoch auch mit dem besten Matchplan nicht. „Die Berliner arbeiten schon längere Zeit mit demselben Trainer zusammen, der ein festes System installiert hat. Sie haben eine gute Formation gefunden”, erkennt Oczipka beim kommenden Gegner eine gewisse Eingespieltheit. „Darüber hinaus laufen sie sehr viel und stehen mit ihren beiden Viererketten sehr kompakt. In der Offensive besitzen sie schnelle Spieler, mit denen sie versuchen zu kontern. Nichtsdestotrotz rechnen wir uns natürlich Chancen aus”, so der ehemalige Junioren-Nationalspieler.

Möglicherweise wird Oczipka am Samstag aber nicht mitwirken können. Es wäre für ihn ärgerlich und höchst erfreulich zugleich: „Wir erwarten einen Sohn. Der errechnete Geburtstermin am vergangenen Samstag ist leider nicht eingetreten. Es ist eine unruhige Zeit momentan. Ich hoffe, dass ich am Freitag mit der Mannschaft fliege und einen Tag später auf dem Platz stehe. Aber wenn es anders kommen sollte, hätten wir auf der linken Außenbahn dennoch genügend gute Optionen.”