Arsenal FC Hinspiel

Arsenal FC - FC Schalke 04 3:2 (2:1)

2. Spieltag 2001/2002, 19. September 2001, 20.45 Uhr, Stadion Highbury

Arsenal: Seaman - Lauren, Grimandi, Keown, van Bronckhorst - Parlour, Viera, Pires (76. Inamoto), Ljungberg - Henry (90. Upson), Wiltord (72. Bergkamp)

FC Schalke 04: Reck - Hajto, Waldoch, van Kerckhoven - Oude Kamphuis, van Hoogdalem - Vermant (54. Asamoah), Möller (72. Djordjevic), Böhme (82. Mulder) - Agali, Mpenza

Tore: 1:0 Ljungberg (33.), 2:0 Henry (35.), 2:1 van Hoogdalem (43.), 3:1 Henry (46./Foulelfmeter), 3:2 Mpenza (59.)

Zuschauer: 35.361

Schiedsrichter: Colombo (Frankreich)

Gelbe Karten: / Agali, Hajto, van Hoogdalem, Asamoah

Zum Spiel:

"Jetzt wird es schwierig die zweite Runde zu erreichen, aber wir sind auf einem guten Weg." Nur selten klang Huub Stevens so zufrieden nach einer Niederlage wie nach dem 2:3 (1:2) in der Champions League bei Arsenal London. Die beiden Tore von Marco van Hoogdalem und Emile Mpenza reichten nicht zu einem verdienten Punktgewinn, weil Weltmeister Thierry Henry (2) und Frederic Ljungberg für die "Gunners" trafen.

Im Arsenal-Stadium am Highbury traten die Schalker von der ersten Minute an selbstbewusst auf, erspielte sich gegen die ersatzgeschwächte Abwehr der Engländer Torchance um Torchance. Doch die vergaben Emile Mpenza (2., 5., 11.) und Victor Agali (19.). "Wären wir in Führung gegangen, wäre der Gegner nervös gewesen", glaubte nicht nur Huub Stevens. "Schalke war gefährlich, hat insbesondere in den ersten 20 Minuten sehr gut gespielt", erkannte auch Arsenals Trainer Arsene Wenger an, "aber die folgenden 30 Minuten gehörten uns."

In der Tat kombinierten sich die Hausherren von Minute zu Minute stärker ins Spiel. Erst wurde Schalkes Schlussmann Oliver Reck durch eine Serie von Weitschüssen geprüft, dann hatte er Glück, dass Henry aussichtsreich verzog (31.), anschließend jedoch Pech, dass Ljungbergs "Schüsschen" aus 20 Metern unhaltbar von Waldoch zum 1:0 abgefälscht wurde (33.). Schalke geschockt, Arsenal setzte nach. Thierry Henry nahm eine Vorlage von Giovanni van Bronckhorst dankend an und erhöhte aus zehn Metern auf 2:0 (36.).

Aber es zeigte sich, dass die Schalker Elf in den letzten Wochen gewachsen ist. Statt auseinander zu fallen, erzwang man noch vor der Pause den Anschlusstreffer. Marco van Hoogdalem hämmerte eine Flanke von Möller mit links in die Maschen (43.). Stevens: "Kompliment für die Mannschaft, wie sie nach 0:2 weiter nach vorn gespielt hat."

Die Aufholjagd nach dem Wiederanpfiff wurde jäh gebremst. Patrick Viera stürmte auf Oliver Reck zu, hakte sich beim Schalker Keeper ein. Diese Schwalbe belohnte der Schiedsrichter mit einem Strafstoß, den Henry verwandelte (47.). Schalke nun geschlagen? Huub Stevens brachte Asamoah für Vermant, der noch einmal für Druck sorgte. Eine Flanke von Hajto verwandelte Emile Mpenza mit einem artistischen Kopfball zum 2:3 (63.). Die Knappen setzten nach, nach, Asamoah traf die Latte (74.), doch trotz aller Bemühungen und der Einwechslungen eines zusätzlichen Stürmers mit Youri Mulder wollte der Ausgleich nicht mehr fallen. Eine erneute spielerische Steigerung bei den Königsblauen war trotzdem unverkennbar.

Kurios in London übrigens die Aufstellung von Jörg Böhme. Der Linksfuß hatte die Reise nach London wegen einer Zerrung zunächst nicht angetreten, meldete sich aber am Dienstag Abend im Schalker Quartier einsatzbereit. "Kompliment, wie er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat - wie alle in den 90 Minuten gegen Arsenal", befand Huub Stevens. Tomasz Waldoch trat nach seinem Nasenbeinbruch mit einer Gesichtsmaske an.

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