Eindhoven: Gomes - Lucius, Ooijer, Addo, Reiziger – Cocu (86. Lamey), Simons, Afellay - Farfan, Beasley – Vennegoor of Hesselink (86. Robert)
Schalke: Rost - Rafinha, Bordon, Krstajic, Altintop (86. Bajramovic) - Poulsen – Ernst (79. Varela) Kobiashvili - Lincoln – Sand (71. Larsen), Kuranyi
Tor: 1:0 Vennegoor of Hesselink (34.)
Gelbe Karten: Simons, Afellay - Kobiashvili, Rafinha
Schiedsrichter: Baskakov (Russland)
Das erste Gruppenspiel in der Champions League ging für Schalke 04 verloren. Beim PSV Eindhoven unterlagen die Knappen nach einem Kopfballtor von Vennegoor of Hesselink mit 0:1 (0:0), obwohl sie nach dem Wechsel gute Ausgleichschancen besaßen.
Bei der Auftaktpartie in der europäischen Königsklasse hatte Chef-Trainer Ralf Rangnick bei der Aufstellung mit einer überraschenden Variante aufgewartet: Neuzugang Rafinha begann als rechter Verteidiger, Hamit Altintop blieb im Team – und der türkische Nationalspieler spielte linker Verteidiger. So sollten die schnellen PSV-Außenstürmer Damarcus Beasley und Jefferson Farfan in Schach gehalten werden, während Levan Kobiashvili auf seine stärkste Position im halblinken Mittelfeld rücken konnte.
Diese Rechnung ging vor dem Wechsel nur teilweise auf: Gegen den Champions-League-Halbfinalisten des Vorjahres begann die Elf von Trainer Rangnick zunächst sehr konzentriert, machte nur wenige Fehler. Während die Gastgeber immer wieder über ihre schnellen Außenstürmer die Angriffe nach vorn trugen, setzten die Knappen entschlossenes Zweikampfverhalten dagegen. Allein: Offensiv zum Abschluss kamen sie nicht.
Dennoch fiel der Führungstreffer nach wenigen echten Chancen überraschend – vor allem, weil Jan Vennegoor of Hesselink völlig ungehindert einköpfen durfte (34.). Unmittelbar danach setzten der PSV - immer wieder unterstützt vom stimmgewaltigen Publikum seine Konter, wobei die 2000 mitgereisten S04-Fans nach Kräften dagegen hielten.
Ein ganz anderes Spiel war es nach dem Wechsel. Zwar zog sich der PSV zurück, um Platz für Konter zu haben und die eigene Abwehr zu stärken, doch wussten sich die Hausherren nur noch selten zu befreien. Die Königsblauen bestimmten das Spiel und drängten ab der 60. Minute auf den Ausgleich. Doch der wollte bei einem Kopfball von Ebbe Sand aus nur vier Metern ebenso wenig fallen wie wenig später bei Kuranyis Volley aus acht Metern oder Altintops strammen Schuss aus 25 Metern. Einmal hätte der PSV den Sack zumachen können, doch Ibrahim Afellay scheiterte völlig allein vor Rost am erneut starken Schalker Keeper.
Kurz vor Schluss bot sich den Königsblauen die Möglichkeit zum inzwischen längst verdienten 1:1. Rafinha, über 90 Minuten ein echter Aktivposten, war bei seinem Flankenlauf auch durch ein Foul nicht zu bremsen, doch seine Flanke köpfte der inzwischen eingewechselte Sören Larsen aus nur sechs Metern ganz knapp vorbei (87.). Die Schalker Aufholjagd im Philips Stadion wurde nicht belohnt.