Mit dieser Ausgangslage hätte nach dem Auftakt der diesjährigen Champions-League-Saison niemand gerechnet: Beim Schalker Auftritt am Mittwoch (28.11.) bei Valencia CF fürchten die Spanier bereits das vorzeitige Aus in der europäischen Königsklasse. "Sie müssen offensiv spielen", bestätigt S04-Coach Mirko Slomka. "Und das könnte ein kleiner Vorteil für uns sein."
Der Champions-League-Finalist von 2000 und 2001 tut sich in dieser Saison im heimischen Estadio Mestalla schwer. Drei von sechs Partien in der Primera Division gingen verloren, dazu gab es in den vorangegangenen Gruppenspielen gegen Chelsea FC und Rosenborg BK jeweils keinen Punkt. "Sie haben zu Hause Probleme, da sie dort oft in die Breite spielen, es geht nur selten in die Tiefe", kennt Slomka die Ursache dieser Heimschwäche. "Dass sie das aber auch können, haben sie beim 1:0-Sieg auf Schalke bewiesen."
Bei den Knappen ist das Selbstbewusstsein nach dem 3:2-Sieg bei Hannover 96 am vergangenen Samstag (24.11.) deutlich gewachsen. "Wenn wir richtig gut auftreten, können wir hier auch in Valencia gewinnen", sagt Slomka. "Das muss unser Ziel sein, auch wenn es das Ausscheiden der Spanier aus dem Europapokal bedeutet."
Die taktische Ausrichtung mochte Slomka noch nicht offen legen. Indes machte der Coach kein Geheimnis daraus, "dass wir auf jeden Fall mit einer Viererkette und einer Doppelsechs spielen werden". Und welche Szenen werden bei der Teambesprechung im Mannschaftshotel "Hospes Palau de la mar" gezeigt? Slomka: "Es wird eine bunte Mischung sein. Viele Szenen aus dem Hinspiel gegen Valencia, aber auch Ausschnitte aus anderen Begegnungen unseres Gegners." Die Spieler sollen erkennen, wo die Gastgeber verwundbar sind, aber auch sehen, wo sie ihre Stärken haben, welche Fehler vermieden werden müssen.
Denn das Ziel des Trips nach Spanien ist klar: "Die Knappen wollen sich Chance aufs Achtelfinale der Champions League wahren." Slomka: "Wir wollen uns mit dem Ergebnis in die Lage versetzen, am letzten Spieltag gegen Rosenborg eine Entscheidung pro Schalke herbeizuführen."