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Sie brauchten ein Tor - und sie gaben sich nicht damit zufrieden. "Entscheidend war dass es uns gelungen ist, diesmal den zweiten Treffer nachzulegen", stellte Schalkes Chef-Trainer Mirko Slomka nach dem 3:1 (3:1) gegen Rosenborg BK fest, das den Knappen erstmals in der Vereinsgeschichte den von den Fans euphorisch gefeierten Einzug in das Achtelfinale der Champions League brachte.
"Wir sind sehr froh über das Ergebnis, das Weiterkommen und die Art und Weise, wie es erreicht wurde. Wir haben mit tollem Kombinationsfußball drei Treffer erzielt", fasste Slomka eine Partie zusammen, die bereits nach der turbulenten ersten Halbzeit entschieden war. Aufgrund der internen Suspendierung von Mladen Krstajic und Ivan Rakitic hatte der Coach Darío Rodríguez und Carlos Grossmüller in die Anfangself berufen. Gegenüber dem 2:2 bei Eintracht Frankfurt erhielt Gerald Asamoah im Angriff den Vorzug vor Halil Altintop.
In seinem 40. Europapokal-Einsatz rechtfertigte der 29-Jährige diese Wahl, als er seinen Mitspielern und bis auf den Gästeblock allen der 53.951 Zuschauer durch sein Tor zum 1:0 eine Zentnerlast von den Schultern nahm (12.). Tatsächlich legte Schalke, das sich zahlreiche gute Schusschancen erspielte und immer wieder Lücken in die Abwehr der Norweger riss, nach, als Rafinha nach beherztem Antritt auf 2:0 erhöhte (19.).
Das 2:1 durch Koné fiel hingegen aus heiterem Himmel und bereitete der Partystimmung, in die sich die VELTINS-Arena bereits gesungen hatte, zunächst ein jähes Ende. "Es war wichtig, dass wir auch auf den Anschlusstreffer eine Antwort hatten", freute sich nicht nur Mirko Slomka, als Kevin Kuranyi mit dem 3:1 den alten Abstand wieder herstellte. "Wir waren zudem auch defensiv sehr konzentriert - mit Ausnahme des Gegentores."
Ganz anders nahm Rosenborgs Trainer Trond Henriksen den ersten Abschnitt wahr: "Wir wussten, dass es ein schwieriges Spiel werden würde. Am Anfang ist es uns gelungen, dieses in den Griff zu bekommen, doch haben wir einen sehr dummen Freistoß verursacht und sind mit dem 0:1 bestraft worden. Auch beim zweiten Gegentreffer haben wir es Schalke zu leicht gemacht", urteilte der Interimscoach.
Nach der Pause gelangen den Knappen zwar keine weiteren Tore mehr, doch sie waren dem vierten Treffer stets deutlich näher als Rosenborg einem zweiten. "Nach dem Anschlusstreffer habe ich gehofft, dass wir noch einmal ins Spiel zurückkommen, aber unter dem Strich haben wir einfach nicht gut gespielt und sind selbst schuld, dass wir verloren haben", räumte Henriksen ein und fügte fair hinzu: "Ich wünsche Schalke 04 nun viel Glück für den weiteren Verlauf der Champions League."
Über diesen Erfolg hinaus mochte Trainer Slomka noch gar nicht denken: "Als Trainer hofft man immer, dass so ein Spiel eine Signalwirkung für die Bundesliga hat. Aber heute möchte ich eigentlich nur den Sieg genießen." Und sich darauf freuen, dass das 100. Europapokalspiel des FC Schalke 04 ein Achtelfinale der europäischen Königsklasse in der VELTINS-Arena ist.
Schalke: Neuer - Rafinha, Bordon, Rodriguez, Westermann - Ernst, Bajramovic - Grossmüller, Özil (86. Kobiashvili) - Asamoah (90.+2 Höwedes), Kuranyi (88. Altintop)
Rosenborg: Hirschfeld - Stoor, Kvarme, Riseth, Basma - Skjelbred, Tettey, Strand (61. Traore) - Sapara - Iversen, Kone (77. Ya)
Tore: 1:0 Asamoah (12.), 2:0 Rafinha (19.), 2:1 Kone (23.), 3:1 Kuranyi (36.)
Schiedsrichter: Riley (England)
Zuschauer: 53.951 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Kuranyi, Bordon - Sapara