Viertelfinale, Hinspiel - Vorschau

S04 setzt auf Tempo gegen Barças "handballartige Spielweise"

Der Besonderheit des Viertelfinalhinspiels in der Champions League gegen den FC Barcelona am Dienstag (1.4., 20.45 Uhr) ist sich Schalkes Chef-Trainer bewusst. "Die Vorfreude und das Hochgefühl sind bei allen Beteiligten deutlich zu spüren", berichtet Mirko Slomka: "Daher bedarf es keiner besonderen Motivation. Jeder Spieler wird die Partie voller Begeisterung annehmen und sein Bestes geben."

Auf den Titelträger von 2006 hat sich der Fußball-Lehrer intensiv vorbereitet. "Ich habe mir unter anderem beim Pokalhalbfinale in Valencia persönlich ein Bild von den Stärken Barcelonas machen können", sagt der 40-Jährige. Zwar war die Mannschaft von Trainer Frank Rijkaard dort mit 2:3 unterlegen, "dennoch konnte man die Klasse des Teams deutlich erkennen".

Als Schlüsselspieler hat Slomka neben der außergewöhnlich stark besetzten Offensive vor allem das defensive Mittelfeld-Duo Xavi und Iniesta ausgemacht. Darüber hinaus sei auf die Außenverteidiger Eric Abidal und Gianluca Zambrotta Acht zu geben, die bei Angriffen der Katalanen fast als Außenstürmer agieren. "Barcelona pflegt eine fast handballartige Spielweise", analysiert der Fußball-Lehrer.

Ein weiteres Plus für die Katalanen ist ihre Abschlussstärke auf der europäischen Fußball-Bühne. In der aktuellen Champions-League-Saison verzeichnen die Blau-Roten mit bisher 68 Torschüssen den Höchstwert aller Mannschaften.

Dem Übungsleiter der Königsblauen ist natürlich auch das "zweite Gesicht" des FC Barcelona nicht entgangen. "Im Europapokal spielen sie eine überragende Saison und sind bei sechs Siegen und zwei Unentschieden noch ungeschlagen. Aber in der Liga sowie im spanischen Pokal konnte Barça nur eines der letzten sechs Spiele gewinnen und kassierte zudem 15 Gegentore", so Slomka, dessen Mannschaft dies nutzen soll.

Die Knappen rechnen sich aber nicht nur aufgrund der Liga-Resultate der Katalanen Chancen auf einen Erfolg in der VELTINS-Arena aus. "Einsatzbereitschaft, gute Zweikampfführung, Tempo und Dynamik im Spiel nach vorne haben uns zuletzt in der Bundesliga ausgezeichnet", sagt der Knappen-Coach. "All diese Dinge wollen wir nun auch gegen Barcelona an den Tag legen."

Die Tatsache, dass die Königsblauen zuletzt nicht mehr so viele Torabschlüsse produzierten wie noch in der ersten Saisonhälfte, bedauert Slomka zwar, erinnert jedoch auch an die Hinrunde: "Dort haben wir zwar oftmals gut gespielt, aber nicht genügend Punkte gesammelt. Aktuell steht auf unserer Fahne Effektivität."

Diese soll sich nun auch gegen den Champions-League-Sieger von 2006 an den Tag gelegt werden. "Unser Ziel ist es, zu Null zu spielen", erklärt Slomka, denn "das hat uns schließlich auch gegen den FC Porto den Weg ins Viertelfinale geebnet". Der Fußball-Lehrer ist sich sicher, dass dies mit dem tollen Publikum auf Schalke im Rücken auch gelingen kann.

Personell hat sich im Kader der Knappen gegenüber dem torlosen Remis in Karlsruhe am Samstag (29.3.) nichts verändert. Gustavo Varela (Dysfunktion der Schilddrüse), Zlatan Bajramovic (Zehenverletzung), Markus Heppke (Trainingsrückstand nach Schulterverletzung), Ivan Rakitic (Kapselbandläsion im linken Sprunggelenk) und Zé Roberto (Muskelfaserriss) fallen auch weiterhin verletzt aus, während Albert Streit nach seinen muskulären Problemen im Oberschenkel am Sonntag (30.3.) wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. "Ein Einsatz kommt aber noch zu früh", erklärt Slomka.

Die VELTINS-Arena ist mit 53.951 verkauften Tickets restlos ausverkauft. Die Partie wird live auf Premiere übertragen, zudem gibt es einen Live-Ticker auf schalke04.de.



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