FC Gomel - FC Schalke 04

FC Gomel - FC Schalke 04 1:4 (0:0)

1. Runde, 19. September 2002, Dynamo-Stadion Minsk

Gomel: Dousmanov – Charapniov, Ivanov, Shmykov – Rasumau, Loukachenko, Tovkatsky (86. Marozau), Nikitsenka, Danilau – Blizniuk, Nazarov (80. Borel)

Schalke: Rost – Oude Kamphuis, Hajto, Matellan, Rodriguez – Varela, Vermant, Poulsen (78. Kmetsch), Trojan (86. Pander) – Asamoah, Sand (78. Möller)

Tore: 0:1 Sand (58.), 1:1 Ivanov (61.), 1:2 Poulsen (67.), 1:3 Sand (72.), 1:4 Rodriguez (73.)

Schiedsrichter: Slupik (Polen)

Zuschauer: 3.000

Gelbe Karten: Charapniov

Zum Spiel:

Fast eine Stunde tat sich Schalke 04 im Hinspiel derUEFA-Cup-Erstrundenpartie in Minsk beim FC Gomel schwer, dann fielen die Tore innerhalb einer Viertelstunde wie reife Früchte: Ecke Vermant, Tor – so hieß das blau-weiße Erfolgsrezept bei den Treffern von Ebbe Sand (58., 72.) und Christian Poulsen (67.), ehe Darío Rodriguez (73.) den Endstand aus dem normalen Spielverlauf herstellte. Anton Ivanov hatte für das zwischenzeitliche 1:1 (61.) gesorgt.

Im Dynamo-Stadion von Minsk ging Trainer Frank Neubarth kein Risiko ein, schonte die angeschlagenen Andreas Möller (Bandscheiben-Beschwerden) und Marc Wilmots (Fußverletzung), die ebenso wie Sven Kmetsch lediglich auf der Bank Platz nahmen. Für sie rückten Sven Vermant und Filip Trojan in die Anfangsformation. Anibal Matellan übernahm den Platz von Marco van Hoogdalem in der Innenverteidigung.

Dennoch bestimmten die Knappen vor lediglich 3.000 Zuschauern – die einheimischen Zuschauer bezahlten 2,50 Euro, die 500 mitgereisten Schalker Anhänger zehn Euro – von der ersten Minute an das Geschehen, drängten den Gastgeber (300 Kilometer von seiner Heimatstadt entfernt) in die Defensive. Allerdings taten sich die Königsblauen schwer, echte Torchancen herauszuspielen. Die beste Gelegenheit besaß Gerald Asamoah, der nach einem Zuspiel von Sven Vermant aus 16 Metern denkbar knapp am linken Pfosten vorbei schoss (16.).

In der Folge ließ der Anfangsdruck der Gäste nach, zumal Rodriguez einen Freistoß zu hoch ansetzte (25.), Hajto Torhüter Vjatcheslav Dousmanov bei seinem Freistoß nicht wirklich prüfen konnte (25.). So wäre die Neubarth-Elf beinahe ihrerseits überrascht worden, als ein abgefälschter Schuss von Tovkatsky vor den Füßen von Danilau landete, der aus 16 Metern nur knapp verzog (27.). Es sollte allerdings die einzig erwähnenswerte Szene des FC Gomel vor der Pause bleiben (27.). Bis zum Wechsel gab es nur noch eine weitere Schalker Möglichkeit, als Varela eine Kopfball-Ablage von Sand aus zehn Metern wieder genau auf Dousmanov zielte (39.).

Nach dem Wechsel bot sich Ebbe Sand die erste Chance. Seinen Versuch aus 14 Metern faustete Dousmanov ins Feld zurück (54.). Vier Minuten später konnte sich der Däne die Ecke aussuchen: Eine Ecke von Sven Vermant köpfte er völlig ungedeckt aus vier Metern zum 0:1 für die Königsblauen ein. Doch dies war noch nicht der Sieg, weil sich die Schalker Abwehr bei der ersten Ecke für die Gastgeber genauso unaufmerksam präsentierte. Der kopfballstarke Anton Ivanov durfte aus fünf Metern ungehindert einschießen (61.).

Die nächste Ecke brachte die erneute Schalker Führung. Wieder trat sie Sven Vermant von links, Christian Poulsen sprang am Fünf-Meter-Raum höher, als Dousmanov seine Fäuste recken konnte, und köpfte zum 1:2 ein (67.). Es war der erste Pflichtspieltreffer des Dänen für seinen neuen Club.

Alle guten Dinge sind drei, dachte sich nun anscheinend Vermant und probierte es mit einer Ecke von rechts. Die wuchtete Ebbe Sand aus elf Metern zum 1:3 ins Netz (72.). Vom Wiederanstoß setzen die Schalker nach. Rodriguez erzwang einen Gomeler Ballverlust 30 Meter vor dem weißrussischen Tor, leitete den Ball zu Asamoah weiter, der den Uruguayer prompt mit einem Doppelpass freispielte. Aus zwölf Metern schob Rodriguez überlegt zu seinem ebenfalls ersten Pflichtspieltreffer im Schalker Trikot ein (73.). In den Schlussminuten verhalf Trainer Frank Neubarth dem erst 19-jährigen Christian Pander noch zu seinem Pflichtspieldebüt.

Mit dem 4:1 war die Partie und damit wohl auch das UEFA-Cup-Duell zwischen dem deutschen und dem weißrussischen Pokalsieger entschieden, denn im Rückspiel am 3. Oktober (15.30 Uhr, Arena AufSchalke) könnten sich die Knappen sogar ein 0:3 leisten und wären trotzdem in der zweiten Runde.

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