FC Schalke 04 - Legia Warschau

FC Schalke 04 - Legia Warschau 0:0

2. Runde, 14. November 2002, Arena AufSchalke

Schalke: Rost – Oude Kamphuis, Hajto, van Hoogdalem, Rodriguez – Poulsen – Vermant, Möller – Asamoah, Sand, Mpenza

Warschau: Stanev – Zielinski – Omelyanchuk, Jozwiak, Szala (60. Dudek) – Surma, Vukovic (84. Saganowski), Majewski, Kielbowicz – Svitlica (71. Wroblewski), Kucharski

Gelbe Karten: Oude Kamphuis, van Hoogdalem, Hajto – Szala, Kucharski, Zielinski

Schiedsrichter: D’Urso (England)

Zuschauer: 52.260

Zum Spiel:

Ein 0:0 genügte dem FC Schalke 04 im Rückspiel der zweiten UEFA-Cup-Runde gegen Legia Warschau, um die Runde der letzten 32 zu erreichen, die morgen um 12 Uhr in Genf ausgelost wird. Chancen zum Sieg gegen den polnischen Meister gab es für die Knappen in der Arena AufSchalke durchaus, doch wie schon vor vier Tagen gegen Bayer Leverkusen blieben sie ungenutzt.

"Das Wichtigste ist, dass wir eine Runde weitergekommen sind", zeigte sich Trainer Neubarth vor allem mit dem Resultat zufrieden. "Natürlich hätten wir auch gern Tore gesehen, die Chancen waren da."

Gegenüber der 0:1-Heimniederlage gegen die Rheinländer nahm Trainer Frank Neubarth nur eine Änderung vor: Darío Rodriguez rückte für Anibal Matellan wieder auf die linke Seite der Viererkette. Nationalspieler Jörg Böhme wurde hingegen aus disziplinarischen Gründen nicht in den 18er Kader berufen, sondern bereits am Morgen aus dem Trainingslager nach Hause geschickt.

Die Hausherren begannen druckvoll. Leider gelang es Sven Vermant in der 4. Minute nicht, nach einem Pass von Rodriguez und einer geschickten Körpertäuschung den aufsetzenden Ball aus sechs Metern zu drücken und aufs Tor zu bringen. Pech hatten die Königsblauen, als Warschaus Libero Zielinski eine Flanke von Oude Kamphuis im letzten Moment vor dem einköpfbereiten Mpenza klären konnte (12.).

Nach dieser Auftaktphase wussten sich die polnischen Gäste besser aus der eigenen Hälfte zu lösen und besaßen gleich eine gute Torchance: Svitlica drehte sich nach einem langen Freistoß geschickt um Hajto, hob den Ball aus 14 Metern über den heraus eilenden Rost und über die Querlatte (22.).

Die Schalker Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Möller setzte Mpenza mit einem Steilpass ein, doch der Abschluss des Belgiers aus zehn Metern geriet zu schwach (25.). In der 29. Minute lag der Schalker Führungstreffer zweimal in der Luft: Zunächst setzte sich Gerald Asamoah auf der rechten Seite durch, spielte zu Mpenza, der direkt zu Niels Oude Kamphuis weiterleitete. Den Linksschuss des Geburtstagskindes – der Niederländer wurde heute 25 Jahre alt – aus zwölf Metern lenkte Legias Torhüter Radostin Stanev mit einem guten Reflex zur Ecke. Die folgende Hereingabe verlängerte Marco van Hoogdalem per Kopf, Ebbe Sand verpasste den Ball ganz knapp am zweiten Pfosten (29.).

Ob des fehlenden Erfolgserlebnisses schlichen sich nun Ungenauigkeiten ins Schalker Spiel. Bis zur Halbzeit verzeichnete man lediglich noch einen erwähnenswerten Schuss von Rodriguez, der in den Armen von Torhüter Stanev landete (39.). Warschau hingegen hätte kurz vor der Pause in Führung gehen können. Nach einem Querschläger landete der Ball vier Meter vor dem Tor am linken Eck des Fünf-Meter-Raums bei Adam Majewski, der das Leder jedoch nicht mehr in Richtung Tor zu lenken vermochte (43.).

Die erste Torszene nach der Pause besaßen die Knappen. Hajtos Freistoß aus 30 Metern wurde im linken unteren Eck Beute für Torhüter Stanev. Der bulgarische Keeper war ebenfalls auf dem Posten, als Möller nach Solo und Vorarbeit von Mpenza aus zehn Metern mit links abzog (57.).

Die Warschauer Gäste machten den Schalkern durch konzentrierte Defensivarbeit das Leben schwer, verzeichneten aber keine nennenswerte Torchance mehr, weil sie zu tief in der eigenen Hälfte standen. Umgekehrt erspielten sich auch die Gastgeber nur noch wenige zwingende Möglichkeiten. Sven Vermants Freistoß aus 18 Metern landete im Außennetz (74.).

Die beste Siegchance bot sich der Mannschaft von Frank Neubarth in der 79. Minute. Nach einem flüssigen Konter über Möller und Sand landete der Ball bei Asamoah. Der Nationalspieler versetzte seinen Gegenspieler, scheiterte aber aus acht Metern am erneut glänzend reagierenden Torhüter Stanev. So blieb es beim torlosen Remis, das den Königsblauen einen ungefährdeten, aber glanzlosen Einzug in die nächste UEFA-Cup-Runde ermöglichte. Trainer Neubarth: "Defensiv haben wir ganz gut gestanden, so dass man in dieser Richtung nicht wirklich etwas befürchten musste."

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