NK Kamen Ingrad Velika: Galinovic, Kurilic, Jakirovic, Zekic, Bajsic, Balaskovic, Kopunovic (68. Cizmek), Rendulic, Kralj (85. Beslic), Smoje, Vuica
FC Schalke 04: Rost - Hajto, Kläsener, Matellan, Pander – Asamoah (81. Cziommer), Vermant, Rodriguez, Trojan (75. Seitz) - Hanke, Agali (75. Delura)
Schiedsrichter: Rodomonti (Italien)
Gelbe Karten: Smoje, Vuica / Asamoah, Kläsener
Mit einem 0:0 beim kroatischen Verein NK Kamen Ingrad Velika haben sich die Königsblauen in der 1. Runde des UEFA-Cups eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in drei Wochen in der Arena AufSchalke verschafft. Die gegenüber dem Spiel Freiburg völlig neu formierte Mannschaft kontrollierte über weite Phasen das Spiel und gestattete den Gastgebern kaum Torchancen - konnte sich allerdings auch selbst nur zwei gute Möglichkeiten erarbeiten.
Das Team des S04, das in dieser Formation noch nie zusammen gespielt hatte, zeigte von Beginn an ein engagiertes Auftreten. Die neu formierte Innenverteidigung bestehend aus Thomas Kläsener und Aníbal Matellán stand sicher und Sven Vermant agierte als Ballverteiler im Mittelfeld.
Die beste Chance für die Königsblauen in der ersten Spielhälfte hatte Mike Hanke, dessen Kopfball nach Einwurf von Christian Pander am Außennetz landete (14.). Es dauerte eine halbe Stunde, bis sich Torhüter und Kapitän Frank Rost erstmals richtig strecken musste. Zekic schoss aus 11 Metern aus der Drehung, doch der noch leicht abgefälschte Ball konnte von Rost sicher gehalten werden.
Diese Chance stellte offensichtlich ein Wecksignal für Velika dar, denn die Gastgeber bestimmten in der Schlußviertelstunde der 1. Halbzeit das Spiel und verstärkten ihre Offensivbemühungen. Fast wäre ihnen noch der Führungstreffer gelungen, als Sven Vermant in höchster Not einen Kopfball von Smoje nach Bajsic-Ecke von der Linie kratzen konnte (40.).
Zu Beginn der zweiten Spielhälfte entwickelten zunächst die Gastgeber viel Druck und hatten nach einem Eckball durch Vuica die erste Tormöglichkeit, doch dieser verfehlte das Tor von Frank Rost knapp. Danach verflachte das Spiel zusehends und es gab kaum gute Tormöglichkeiten. Die Schalker hatten den Gegner gut im Griff, doch durch viele kleine Fouls und Fehlpässe im Mittelfeld entwickelte sich nur wenig Spielfluss.
Eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff hätten die Königsblauen mit dem besten Spielzug der Partie fast noch den Siegtreffer erzielt. Anibals 40-Meter-Pass landete genau auf dem Kopf des rechts in den Strafraum gestarteten Agali, dieser köpfte in den Lauf des in der Mitte neben ihm mitgelaufenen Hanke, doch dessen Direktabnahme klatschte an den rechten Innenpfosten des Tores von Velika (73.).
In der 81. Minute tauchte dann Cizmek völlig frei vor Rost auf, brachte den Ball aber nicht richtig unter Kontrolle und der Schalker Keeper konnte halten. Danach tat sich nicht mehr allzuviel und so blieb es beim 0:0.
Mit diesem Ergebnis konnten die rund 300 mitgereisten Schalker Fans zwar halbwegs zufrieden sein, mit dem Spiel waren sie es hingegen nicht. Die "Treusten der Treuen", die zum Teil eine 20stündige Bus-Anreise hinter sich hatten, äußerten nach dem Schlusspfiff lautstark ihren Unmut.
Daraufhin orderte Kapitän Frank Rost seine größtenteils schon in die Kabine gegangenen Mannschaftskameraden zurück in die Fankurve. Teils schon in Badelatschen oder mit einer schnell übergeworfenen Trainingsjacke bekleidet stellten sich die Schalker Profis den Fans und warben um Verständnis.
Auch wenn dies angesichts anfangs teilweise wüster Beschimpfungen und einiger geworfener Gegenstände nicht einfach war, gelang es dann nach einiger Zeit doch einzelnen auf beiden Seiten, ins Gespräch zu kommen. In wie weit die Geschehnisse auch positive Auwirkungen auf die Leistung des Teams haben können, wird sich vielleicht schon am Sonntag im Heimspiel gegen Frankfurt zeigen.