Gelungener Start in die Gruppenphase des UEFA-Cups für die Knappen! Beim 3:1 (2:0)-Heimsieg über Paris Saint-Germain FC freute sich nicht nur Trainer Fred Rutten über "drei schöne, aus dem Spiel heraus erzielte Tore".
Auch 48.919 Zuschauer in der VELTINS-Arena waren hörbar mit der Vorstellung der Hausherren so zufrieden wie der Coach. "Unser Ziel war es, mit einem Sieg in die Gruppenphase zu starten. Das haben wir erreicht", fasste der 45-Jährige die Partie zusammen. "Es ist nicht immer leicht, ein Spiel so gut zu absolvieren, wenn die Erwartungen schon vorab so hoch sind."
Die französischen Gäste hatten ihre Ankündigung wahr gemacht und ihre Elf kräftig umgebaut. Aus der Stammformation standen lediglich Torhüter Mickael Londreau und Kapitän Sylvain Arnaud auf dem Platz. Das Spiel am Wochenende bei Olympique Marseille sei ohnehin wichtiger, zudem würden zwei Heimsiege in der Gruppenphase zum Weiterkommen genügen: so die Überlegungen der Gäste, die sich allerdings noch im weiteren Verlauf des Wettbewerbs als Milchmädchenrechnung erweisen könnten.
Dies schmälerte die Schalker Vorstellung jedoch nicht. Die Spieler des zweiten Anzugs von PSG gaben unzweifelhaft ihr bestes und wollten sich für weitere Einsätze empfehlen. Doch eingespielt konnte das Pariser Team nicht sein - und das nutzten die Knappen durch frühzeitiges Stören und schnelles Passspiel konsequent aus. So gelang der Führungstreffer, den Jermaine Jones und Levan Kobiashvili über links einleiteten und Larry Mabiala mit seinem Eigentor besiegelte (13.). Noch sehenswerter war Kuranyis fulminantes 2:0 (39.). "Schalke ist ein starkes Team, aber auch wir haben uns Torchancen erspielt. Es hätte auch kurz vor der Pause 1:1 stehen können", erinnerte PSG-Trainer Paul Le Guen vor allem einige Chancen von Mateja Kezman, der aber häufig seinen Meister in Torhüter Manuel Neuer fand.
Nach dem Wechsel lag das Schalker Augenmerk zunächst darauf, die komplette Innenverteidigung zu wechseln. Marcelo Bordon musste mit Magen-Darm-Problem passen (54.), wenig später zog sich Heiko Westermann eine Sprunggelenksverletzung zu. Nun standen Benedikt Höwedes und Mladen Krstajic im Abwehrzentrum. Einen Bruch im Spiel gab es jedoch nicht, zumal Halil Altintop nach gelungenem Doppelpass mit Kuranyi auf 3:0 erhöhte (69.). Spätestens da war die Partie entschieden, auch wenn die Hausherren anschließend Möglichkeiten zu einem höheren Sieg ungenutzt ließen. Stattdessen gelang Chantome in der Nachspielzeit der PSG-Ehrentreffer zum 3.1-Endstand.
"Ich hätte mir auch mit der Mannschaft, die wir auf dem Platz hatten, mehr erhofft. Man hat jedoch gesehen, dass wir nicht auf allen Positionen doppelt gut besetzt sind", sagte PSG-Coach Le Guen. "Man hat eben doch gesehen, dass Schalke klar besser war. Wir müssen so schnell wie möglich das Spiel und den heutigen Abend vergessen."
Schalke: Neuer - Rafinha, Westermann (64. Krstajic), Bordon (54. Höwedes), Kobiashvili, - Jones, Ernst (72. Rakitic), Engelaar - Farfan, Kuranyi, Altintop
Paris: Landreau - Mulumbu (46. Sakho), Mabiala, Traore, Armand - Ngoyi, Clement, Sankhare (75. Luyindula)- Chantome, Kezman, Arnaud (75. Rothen)
Tore: 1:0 Mabiala (13./Eigentor), 2:0 Kuranyi (39.), 3:0 Altintop (69.), 3:1 Chantome (90.+2)
Schiedsrichter: Rocchi (Italien)
Zuschauer: 48.919
Gelbe Karten: Westermann, Rafinha - Mulumbu, Ngoyi