Santander - S04: Vorschau

Aufgabe in Santander: Racing keinen Platz zum Fußball spielen lassen

Mit einem 3:1 gegen Paris Saint-Germain ist Schalke 04 optimal in die Gruppenphase des UEFA-Cups gestartet. Mit einem Sieg am Donnerstag (6.11.) bei Racing Santander würden die Knappen der Runde der letzten 32 wieder ein großes Stück näher kommen. "Aber den werden wir uns hart erarbeiten müssen", sagt Trainer Fred Rutten.

Schalkes Coach macht keinen Hehl daraus, dass er den spanischen Fußball schätzt. "Als Trainer mag man die Art und Weise, wie hier gespielt wird", sagt der 45-Jährige. Zwar belegt Racing Santander derzeit lediglich den 15. Platz in der Primera Division, doch ihr 4:2 in Valencia am vergangenen Wochenende hat aufhorchen lassen.

"Ich glaube, dass Santander über die Qualität verfügt, ein Heimspiel für sich zu entscheiden. Außerdem werden sie nach der 0:1-Niederlage zum Auftakt beim FC Twente unbedingt gewinnen wollen und deswegen auf Sieg spielen", formuliert Rutten die Ausgangslage vor der Partie und warnt: "Sie sind in der Lage, großartig Fußball zu spielen. Wenn wir ihnen dazu die Räume geben, wird es schwer für uns."

Zwar sind die Kantabrier - zum ersten Mal für einen traditionellen Europapokal-Wettbewerb qualifiziert - nominell der "schwächste" Gegner der Gruppe, doch von der Einordnung in den Lostöpfen der Gruppenphase wollen sich die Schalker nicht täuschen lassen. "Das ist unser drittes Auswärtsspiel in Folge und in Spanien gewinnt man nicht so leicht", betont Rutten.

Wie Schalke im Stadion "El Sardinero" erfolgreich sein will, beschrieb der Coach anschließend: "Ob der Gegner Cottbus, Santander oder Bayern heißt: Wir sind eine Mannschaft, die immer zu 100 Prozent konzentriert sein muss. Wenn wir das nicht sind, kann Santander ein Tor machen. Dann wird es besonders schwer für uns." Die Partie in Cottbus am vergangenen Samstag (1.11.) sei trotz des 2:0-Siegs ein warnendes Beispiel: "Da haben wir gewonnen, aber auch Fehler gemacht, die gegen Mannschaft mit noch größeren Qualitäten gravierendere Folgen haben können", so Rutten.

Personell sieht es vor der Partie bei den Königsblauen sehr gut aus. Lediglich Christian Pander, der in Gelsenkirchen zusätzliche Trainingseinheiten mit der Zweiten Mannschaft absolviert und vielleicht schon am Sonntag (9.11.) beim Spiel gegen Bayern München zum Kader gehört, sowie Levan Kenia (Sprunggelenksverletzung) stehen nicht zur Verfügung. 21 Spieler sind somit mit nach Spanien gereist.

Zur Frage nach einer möglichen Rotation mit Blick auf das Bundesliga-Spitzenspiel in der VELTINS-Arena sagt Rutten: "Ich glaube, dass unsere Mannschaft in guter körperlicher Verfassung ist. Das haben wir bei den beiden Spielen gegen Paris und Bielefeld innerhalb von 48 Stunden gezeigt. Umgekehrt haben wir nach dem Spiel in Madrid im nächsten Bundesligaspiel gegen den VfL Bochum drei, vier Veränderungen vorgenommen. Das ist mit Blick auf Sonntag auch möglich."

Am sportlichen Ziel der Schalker in Santander würde das nichts ändern: "Wir wollen so schnell wie möglich ein Weiterkommen in der Gruppenphase sichern. Dabei hilft ein Sieg, aber diesen werden wir uns hart erarbeiten müssen", sagt Rutten. Jefferson Farfán strahlt in dieser Hinsicht allerdings bereits das nötige Selbstbewusstsein aus: "Wir sind auf Racing vorbereitet und werden uns gut auf sie einstellen. Ich erwarte das beste Ergebnis für uns."



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